Orientierungsberatung · B2B
Personalabbau in der Luftfahrt – Neustart für das Bodenpersonal
Wie ein führender deutscher Luftfahrtkonzern sein Bodenpersonal in einer historisch beispiellosen Krisensituation durch vertrauliche Orientierungsberatung bei der beruflichen Neuausrichtung begleitete.
Kunde
Deutscher Luftfahrtkonzern
Unternehmensgröße
Großkonzern
Region
Deutschland, alle Flughäfen und Standorte (virtuell)
Dienstleistung
Vertrauliche Orientierungsberatung, Infoveranstaltungen
Überblick
Ein führender deutscher Luftfahrtkonzern stand vor einem Einschnitt ohne Präzedenz: Erstmals in der Geschichte des Unternehmens sollte ein umfangreicher Personalabbau stattfinden – und das mitten in der Corona-Pandemie.
Betroffen war das Bodenpersonal an allen deutschen Flughäfen und Standorten. Allein in Service und Technik traf es 30 Prozent der Mitarbeiter.
Ich beriet die betroffenen Mitarbeiter virtuell – standortübergreifend, ergebnisoffen, und mit dem Bewusstsein, dass hier Menschen begleitet werden mussten, die sich ihr Leben lang mit diesem Unternehmen identifiziert hatten.
Herausforderung
Die Mitarbeiter dieses Konzerns zeichnen sich durch eine außergewöhnlich hohe Identifikation mit ihrem Arbeitgeber aus – viele hatten sich bis zum Ende ihrer Berufslaufbahn dort gesehen. Ein Personalabbau war für sie schlicht undenkbar.
Historische Premiere: Erstmals in der Unternehmensgeschichte fand ein Personalabbau in dieser Größenordnung statt
Lange Betriebszugehörigkeiten: Viele Mitarbeiter hatten kaum Blick nach außen – weder auf den Arbeitsmarkt noch auf die eigenen Kompetenzen
Emotionale Ausnahmesituation: Tiefe Trauer, Enttäuschung, Wut – die emotionale Bandbreite war enorm
Corona-Pandemie: Der Arbeitsmarkt war zusätzlich belastet, viele Branchen ohne Zukunftsperspektive
Gruppe Ü50: Für ältere Mitarbeiter stellte sich die Frage nach realistischen Chancen besonders drängend
Erstmalig virtuell: Es war das erste Mal, dass Beratungen in diesem Unternehmen im virtuellen Raum stattfanden

Vorgehen
Bevor inhaltlich gearbeitet werden konnte, musste zunächst das Emotionale aufgefangen werden. Von tiefer Trauer über Enttäuschung bis hin zu Wut war in den Gesprächen alles vertreten – das wurde gewürdigt, bevor es in einen Arbeitsmodus ging.
Danach lag der Fokus auf drei klassischen Fragen: Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich?
Die Beratungsinhalte im Einzelnen:
Standortanalyse und Profiling: Kompetenzen, Ziele, persönliche Situation
Ergebnisoffene Analyse interner und externer Optionen
Externe Perspektiven sondieren und klar benennen
Arbeitsmarktanalyse: Welche Jobs, welche Branchen, welche Regionen haben Zukunft?
Identifikation moderner Bewerbungskanäle
Erstellung arbeitsmarktgerechter Bewerbungsunterlagen: Anschreiben, Lebenslauf, Kompetenzprofil, Motivationsschreiben, Referenzen
Individuelle Anpassung der Unterlagen je nach Zielposition
Prüfung ob Qualifizierungsmaßnahmen sinnvoll sind
Ergänzend führte ich allgemeine Informationsveranstaltungen durch – mit aktuellen Arbeitsmarktdaten zur jeweiligen Region, Branchenblicken, Gehaltsinformationen und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten.
Ergebnis
Die Orientierungsberatung ermöglichte es den Mitarbeitern, in einer für sie historisch beispiellosen Situation Klarheit zu gewinnen – über sich selbst, ihre Optionen und den Weg nach vorne.
Ziel der Beratung war es, Veränderungsbereitschaft zu erzeugen und die Grundlage dafür zu schaffen, dass Mitarbeiter einen Aufhebungsvertrag im Rahmen eines Freiwilligenprogramms unterschreiben und ein nachgelagertes Outplacement beginnen konnten.
Da die Beratung vertraulich war, wurden keine Quoten gemessen.





