Outplacement · B2B
Personalabbau ohne Arbeitsgericht
Wie eine Landesbank einen mehrjährigen Personalabbau durch professionelles Newplacement löste – mit über 80% Vermittlungsquote.
Kunde
Landesbank
Unternehmensgröße
Großunternehmen / Öffentliche Bank
Region
Deutschland
Dienstleistung
Gruppenoutplacement, Newplacement, Orientierungsberatung
Überblick
Eine Landesbank stand vor einer komplexen Aufgabe: mehrjähriger Stellenabbau, sensible Belegschaft, hohe öffentliche Wahrnehmung.
Das Ziel war klar – Stellen abbauen, aber so, dass Betroffene sich fair behandelt fühlen und das Unternehmen mit erhobenem Haupt verlassen können. Kein Arbeitsgericht, kein Imageschaden, keine sinkende Moral bei den verbleibenden Mitarbeitern.
Ich begleitete diesen Prozess als Beraterin – diskret, professionell und mit Erfahrung auf beiden Seiten des Schreibtischs.
Herausforderung
Personalabbau in einer öffentlich wahrgenommenen Institution ist heikel. Nicht weil Trennungen grundsätzlich falsch wären – sondern weil schlechte Trennungen teuer werden.
Imageschaden: Schlechte Trennungen werden öffentlich – und bleiben es
Loyalitätsverlust: Die verbleibende Belegschaft beobachtet genau, wie mit Kollegen umgegangen wird
Rechtliche Risiken: Unprofessionelle Prozesse enden häufig vor dem Arbeitsgericht
Freiwilligkeit: Mitarbeiter zum Gehen zu bewegen ohne Druck ist eine Kunst für sich
Gebraucht wurde jemand, der diesen Prozess von beiden Seiten kennt – und diskret damit umgeht.

Vorgehen
Bevor der eigentliche Abbau startete, bot ich den Mitarbeitern anonyme, ergebnisoffene Orientierungsberatungen an. Kein Druck, keine versteckten Absichten – nur ein geschützter Rahmen, um die eigene Situation ehrlich zu bewerten.
Drei klassische Fragen standen im Mittelpunkt: Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich?
Beratungsinhalte:
Standortbestimmung: Wo stehe ich beruflich wirklich?
Abwägung interner Optionen: Weitermachen, Bereichswechsel, Qualifizierung, Altersteilzeit
Abwägung externer Optionen: Stellenwechsel, Selbstständigkeit, Ruhestand
Einbeziehung persönlicher Lebensziele und des privaten Umfelds
Förderung von Selbstverantwortung und Handlungsorientierung
Begleitung im Entscheidungsfindungsprozess
Das Motto: Aktivieren ohne zu manipulieren.
Alle Inhalte blieben vertraulich – nichts wurde an den Arbeitgeber weitergegeben.
Ergebnis
Die Personalabbauziele wurden größtenteils durch Freiwilligkeit erreicht. Die Vermittlungs- und Erfolgsquote lag deutlich über 80% – ein Wert, der in dieser Projektart keine Selbstverständlichkeit ist.
Weniger erzwungene Kündigungen
Keine eskalierten Konflikte
Mitarbeiter, die das Haus mit einem positiven Gefühl verlassen
Eine Belegschaft, die sieht: Hier wird fair getrennt
Employer Branding ist nicht nur, wie man Mitarbeiter einstellt. Es ist auch, wie man sich von ihnen trennt.





