Newplacement · Transfergesellschaft · B2B
Newplacement mit Hindernissen – Transfergesellschaft im Wohnmobilbau
Wie ein Wohnmobilhersteller seine Produktionsmitarbeiter durch pragmatisches Newplacement zurück in Arbeit brachte – trotz Sprachbarrieren und fehlender Abschlüsse.
Kunde
Wohnmobilausbau Manufaktur
Unternehmensgröße
Kleines / Mittelständisches Unternehmen
Region
Deutschland
Dienstleistung
Transfergesellschaft, Einzelberatung, Gruppentraining, Qualifizierungsbegleitung
Überblick
Der "Wohnmobil-Boom" nach Corona ist vorbei. Unternehmen, die in den letzten Jahren auf steigende Nachfrage gesetzt haben, spüren das nun. Für einen Anbieter, der Fahrzeuge individuell ausbaut, bedeutete das: Personalabbau in der Produktion.
Die betroffenen Mitarbeiter wechselten in eine Transfergesellschaft. Ich begleite sie dort seitdem. Das Projekt läuft noch, die ersten Mitarbeiter sind aber schon wieder in Arbeit.
Herausforderung
Die Ausgangslage dieser Mitarbeitergruppe war komplex:
Lange Betriebszugehörigkeiten: Viele Mitarbeiter waren bis zu 20 Jahre in diesem Unternehmen tätig. Einen anderen Arbeitgeber, einen anderen Arbeitsalltag, einen anderen Arbeitsmarkt kennen sie kaum.
Hoher Migrationsanteil: Für einen Teil der Mitarbeiter sind die Deutschkenntnisse so begrenzt, dass schon die Beratung selbst eine sprachliche Herausforderung darstellt. Die Arbeit mit Übersetzungshilfen und sehr direkter, anschaulicher Kommunikation war von Anfang an Teil des Alltags.
Fehlende Abschlüsse: Einige Mitarbeiter haben keinen Schul- oder Berufsabschluss. Auf dem heutigen Arbeitsmarkt ist das eine zusätzliche Hürde.
Zeitdruck: Die kürzeste Transferlaufzeit beträgt vier Monate.

Vorgehen
Pragmatismus auf Augenhöhe, maßgeschneidert für jeden Mitarbeiter.
Zunächst wird der Qualifizierungsbedarf geklärt:
Sprachkurse, Auffrischungskurse im CNC-Bereich, und ggf. andere fachliche Trainings
Für jeden Fall, bei dem eine Förderung in Frage kommt, erstelle ich eine arbeitsmarktrechtliche Stellungnahme für die Agentur für Arbeit. Das Ergebnis sind häufig Bildungsgutscheine mit bis zu 50 Prozent Förderung.
Bei der konkreten Jobsuche arbeiten wir direkt zusammen:
Identifikation, Jobbörsen, Suchbegriffe, passende Unternehmen in der Region
Wenn ein Betrieb angerufen werden muss, weil die Deutschkenntnisse nicht ausreichen übernehme ich das Gespräch
Etwas, das ich immer wieder betone: das persönliche Netzwerk. Gerade in dieser Berufsgruppe sind Familie, Freunde und Bekannte oft der direkteste Weg zu einer neuen Stelle. Der verdeckte Stellenmarkt funktioniert hier sehr gut und führt häufig zum Erfolg.
Den Fortschritt verfolge ich regelmäßig in Gruppentrainings und Einzelgesprächen.
Ergebnis
Das Projekt läuft noch. Was sich bereits jetzt zeigt:
Die ersten Mitarbeiter sind wieder in Arbeit
Die Weiterbildungsbereitschaft in der Gruppe ist hoch
Produktionsmitarbeiter sowie Maschinen- und Anlagenführer werden auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor gesucht
Hohe Aktivierungsquote. Die Mitarbeiter setzen das praktisch Gelernte um und agieren selbstständig.
Wer zusätzlich sein persönliches Netzwerk aktiviert, kommt oft schneller ans Ziel als über klassische Stellenbörsen





